Musik
David F. Fasold (*1990) ist Dirigent und Continuo-Spieler. Er leitet vokale und instrumentale Ensembles in verschiedenen Stilarten. Seit 2019 lebt er mit seiner Familie in Basel und arbeitet als Chorleiter und freiberuflicher Musiker.
Besonders nah liegt David Fasold die Vokalmusik. Prägende Erfahrungen durfte er schon früh als Sänger im Knabenchor Bremen, später im GewandhausChor Leipzig und im Württembergischen Kammerchor sammeln. Als musikalischer Leiter der Jungen Philharmonie Karlsruhe konzipierte und dirigierte er innovative Programme von Barock bis Auftragskomposition. Parallel leitete er als Interimsdirigent an der Christuskirche Karlsruhe Kantaten vom Cembalo aus und studierte große Chorsinfonik ein. 2021 gründete er in Basel das Foggia Project, das sich großbesetzter geistlicher Musik aus dem Rom des 17. Jahrhunderts widmete.
Als Continuo-Spieler und Korrepetitor arbeitete David Fasold in Produktionen von Händels „Semele“ und „Alcina“ bei den Händelfestspielen Karlsruhe. Er spielte Cembalo und Orgel bei Konzerten und CD-Aufnahmen mit dem Karlsruher Barockorchester und L’arpa festante. Im Rahmen seines Studienabschlusses forschte er zum kirchenmusikalischen Schaffen von Gottfried Heinrich Stölzel und gab Editionen seiner Kantaten heraus.
Ein wichtiges Anliegen ist ihm die Vermittlung von Musik. Er unterhält einen Kanal zu den Themen Generalbass und Alte Musik und unterrichtete Basso Continuo an der Musikhochschule Stuttgart.
David Fasold studierte Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Dem folgte ein Masterstudium in Generalbass und Ensembleleitung Alter Musik an der Schola Cantorum Basiliensis. Beide Abschlüsse wurden mit einer Auszeichnung bedacht.
Ich bin gerne intellektuell angeregt, mich interessiert fast alles irgendwie ein wenig. Insbesondere:
Sprachen
Mich interessiert die Struktur von ganz verschiedenen Sprachen. Mit Deutsch bin ich aufgewachsen und ihm fühle ich mich besonders nah. Englisch hat mir den weltweiten Kontakt mit Informationen und Ideen ermöglicht. Latein hat mich wegen seiner Struktur fasziniert, Sindarin eine Brücke in eine andere Welt geschlagen. Im Dirigierstudium kam Italienisch als Sprache der Oper und Musik. Und für eine Reise entlang der Seidenstraße habe ich ein wenig Persisch gelernt. Mein aktueller Fokus: Chinesisch.
Karten
Irgendetwas fasziniert mich an Karten, an aktuellen und vor allem an solchen, die räumlich oder zeitlich weit entfernte Orte zeigen. Ich mag die Abstraktion, das Draufschauen, die weite Perspektive. In meinem Kinderzimmer hingen große Karten von Europa und von Beleriand. Heute ziert eine wunderschöne Reliefkarte der Schweiz unser Wohnzimmer.
Zahlen
Als Kind hatte ich das große Glück, richtig guten Mathematik-Unterricht zu haben. Richtig gut heißt: Ich konnte meiner vorhandenen Neugier für das Thema freien Lauf lassen. Etwas fasziniert mich an Mathe und Physik, die Schönheit und Klarheit von Struktur vielleicht. Ich war schon für Physik immatrikuliert, aber dann fiel meine Entscheidung doch für Musik. Fasziniert bin ich immer noch.